Bluetooth-Verbindungen / Intercom

Hier möchte ich euch über meine Erfahrungen zu Bluetooth-Geräten und Audioanbindung informieren. Auch hier gilt, das geschriebene spiegelt meine Erfahrungen wieder und muss sich nicht mit Erfahrungen dritter decken.

Grundlegendes:

Viel zu lesen wird Langweilig, ich weiß. Ist aber leider hier nicht zu ändern. Deshalb versuche ich mich kurz zu fassen. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten der Intercom-Verbindung. Die kabelgebundene Verbindung und die Verbindung über Bluetooth. Die Dritte Variante, Verbindung über CB-Funk oder PMR-Funk  lasse ich außen vor da sie meiner Meinung kaum noch genutzt wird. Die Bluetooth-Anlagen wie zb. Intercom, Audio-Transmitter, Navis mit Bluetooth haben sich in laufe der Zeit sehr verbessert. So haben die meisten Bluetooth-Intercom zwei Kanäle zum verbinden von zwei Bluetooth-Geräte gleichzeitig. Auch Universal-Intercom-Funktion zum verbinden von Geräten unterschiedlichen Hersteller ist schon bei fast allen Anbietern Standard.

Vor- und Nachteile der Intercom-Varianten:

Bluetooth-Intercom:
Vorteile:
Keine störenden Kabel
Hohe Reichweite von bis zu 1000m bei einigen Anlagen.
Kabelloses verbinden von zb. Navi, Audiotransmitter.
Verbindung mit mehreren Bikern untereinander möglich
Nachteile:
Intercom muss geladen werden.
Kompatiblitätsprobleme einiger Bluetoothanlagen untereinander.

Kabelgebundene Intercom:
Vorteile:
keine Batterie oder Akku nötig.
Einfache Einbindung einer Bordaudioanlage zb vom BMW, Harley, Goldwing.

Nachteile:
Störendes Kabel zwischen Motorrad und Helm
Wenige zusätzliche Anschlussmöglichkeiten an Bordanlagen
Echoeffekt durch verzögerte Übertragung des digitalen Signals (bis zu 150mSec)

Audioverbindung:
Die Audioverbindung über die kabelgebundene Anlage sollte nicht das Problem sein. Die Bordaudioanlage ist im allgemein mit eingebunden. Bei der Goldwing kann man zusätzlich am AUX-Eingang ein Audioplayer, Navi oder ähnliches anschließen.  Das Problem ist, dass man entweder den AUX-Eingang nutzt oder eben Radio bzw. CD/MP3-Player hört. möchte man zb. das Navi an den AUX-Eingang anschließen kann ich eben nur das Navi hören. Es gibt optional Anschlussboxen die mir einfach zu teuer sind. Meiner Meinung kann man das günstiger lösen. Dazu benötigt man einen Trenntrafo (Noisefilter) Ich nutze da zB. den Trenntrafo von  "Zealum, Typ ZUS-ANS" um Brummschleifen bzw. Lichtmaschinenpfeifen zu vermeiden einen Widerstand von ca.2,2k - 10k und den entsprechenden Stecker für das anzuschließende Gerät. Meistens einen 3,5mm Klinkenstecker. Um das Eingangssignal des Navis zu hören, muss die Intercom der GL1800 eingeschaltet sein. Hier meine Lösung:

Bluetoothübertragung von der GL1800 zur Helm-Intercom

Hier eine Lösung zum übertragen des Audiosignals zum Helm per Bluetooth die ich in meine GL1800 eingebaut habe. Es wird das A2DP Übertragungsprotokoll genutzt. Es dient also nur zur kabellosen Übertragung des Audiosignals zur Bluetooth-Intercom. Es ist kein Rücksignal für das Mikrofon vorhanden. Benutz wird eine Bluetooth-Intercom, die "n-com B5", von Nolan. Damit verbinde ich mein Navi und spreche mit der Sozia. Die Audioanlage der GL1800 ist also nicht mit eingebunden. Bisher habe ich ein Audiokabel von Nolan mit Adapterstecker benutz um das Audiosignal von Radio bzw. MP3-Player in den Helm zu bekommen. Das Audiosignal wurde parallel vom Audioausgang für die Helmkopfhörer abgezweigt. Um Brummgeräusche im Audiosignal zu vermeiden und um eine galvanische Trennung des Audiosignals zu haben wurde zwischen Audioleitung und 3,5mm Klinkenstecker wieder ein Trenntrafo (Stereoausführung) gesetzt. Das Kabel mit dem 3,5mm Klinkenstecker wurde ins linke Staufach geführt. Dieser Klinkenstecker ist mit einem Bluetooth-Audio-Sender verbunden. In meinem Fall ein Bluetooth-Adapter von SENA. Die "SENA-SM10". Mit diesem Bluetooth-Adapter kann man zwei Helmanlagen gleichzeitig verbinden. Dadurch ist meine n-com weiterhin Kabellos und ich kann die Musik des Radios/ MP3-Players hören. Am die "Sena-SM10" kann auch noch zusätzlich per Klinkenstecker ein Navi und ein MP3-Player oder ähnliches Angeschlossen werden. Hier das Schaltschema:

Der Bluetooth Audio Sender von Sena ist mit über 100,-€ sehr teuer. Wer das Geld nicht ausgeben möchte bzw. wer keine Bluetooth-Verbindung zu zwei Helmen benötigt kann in den bekannten Verkaufsplattformen als suche einfach mal "Bluetooth A2DP Sender" eingeben. Dort werden Bluetooth-Ssender ab ca. 10,-€ angeboten. Auch so einen Bluetooth-Sender habe ich getestet und er funktionierte ohne Probleme.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass  der Trenntrafo im Allgemein weg gelassen werden kann wenn die Bluetooth-Sender nicht mit der Bordspannung betrieben werden sondern nur mit dem internen Akku. Wahrscheinlich entstehen dadurch keine Brummschleifen. Der kleine "Nachteil" dabei ist, dass die Akkus natürlich ab und zu aufgeladen werden müssen.  Doch die Akkus halten im allgemein eine Tagestour durch.

Hier noch eine einfache Variante um alles erst einmal zu testen oder um sich den Umbau und das ändern der originalen Kabel, wovor sich der ein oder andere scheut, zu sparen. Es ist natürlich auch möglich sich einen kleinen Audioadapter zu bauen. Dazu werden ein Din-Stecker und ein 3,5mm Klinkenstecker benutzt. Außerdem noch ein Stück dreipoliges Audiokabel. Aus diesen teilen wird ein Adapterkabel angefertigt. Dier 3,5mm Klinkenstecker wird an den Bluetooth-Sender gesteckt und der Din-Stecker in den Ausgangsstecker der GL1500/GL1800 Intercom.

  

 

Das „Kleingedruckte

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